Und trotz aller Absagen gilt die einzigartige Pfingstbotschaft uns allen…

Pfingsten (griech. für 50) feiern wir Christen immer 49 Tage nach Ostern, als 50. Tag  der Osterzeit. Der Osterruf „Der Herr ist auferstanden!“, den die Menschen, die an Jesus glauben mit „Er ist wahrhaftig auferstanden!“ bekräftig(t)en, schallt sozusagen noch nach und erinnert uns an das erst kurz zurückliegende „Hoffnungsfest“. An den Sieg Gottes über den Tod und alles Lebensfeindliche.

Und nachdem Jesus, nach seiner Auferstehung, vierzig Tage lang hunderten von Zeugen erschienen war, um die Kraft Gottes in der Auferstehung zum ewigen Leben zu zeigen, sagte er ihnen spannende Worte:

„Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir gehört habt. Johannes (der Täufer) hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft. … ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.“

Und mitten im jüdischen Schawuot-Fest, an dem in Jerusalem die Offenbarung der Tora (heilige Schrift der Juden) an das Volk Israel gefeiert wurde, erlebten die Jünger Jesu ein besonderes, einmaliges Erlebnis (vgl. Apostelgeschichte 2) und sie wurden, so heißt es, alle erfüllt von dem Heiligen Geist. Und als die Menschen im Umfeld der Jünger sich wundern, dass diese in allen Sprachen der Anwesenden voller Begeisterung von Jesus und von der Liebe Gottes zu allen Menschen erzählen und zu einem Leben in der Nachfolge Jesu einladen, hält der Apostel Petrus eine beeindruckende, kurze Predigt (es lohnt sich sie in Apostelgeschichte 2,14-47 nachzulesen, Lesedauer: 2 min ).

Auch wenn das Pfingstereignis unwiederholbar damals, 49 Tage nach Jesu Auferstehung stattfand, so ist das Pfingsterlebnis, dass Gott als Heiliger Geist auch nach Jesu Himmelfahrt noch Tag für Tag bei uns ist, als Tröster, Fürsprecher, in die Wahrheit leitender (also von Unwahrheit bewahrender Helfer/Beistand), Gaben und Früchte in uns freisetzender und vieles mehr, auch heute noch erlebbar. Echt! Gott ist da! Wende dich ihm zu, öffne dein Herz für ihn und glaube. Denn so ging es den Menschen damals, zur Zeit des Pfingstereignisses auch:

„Als sie das hörten, traf es sie mitten ins Herz, und sie sagten zu Petrus und den übrigen Aposteln: Was sollen wir tun, Brüder? Petrus antwortete ihnen: Kehrt um und jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch und euren Kindern gilt die Verheißung und all denen in der Ferne, die der Herr, unser Gott, herbeirufen wird. Mit noch vielen anderen Worten beschwor und ermahnte er sie: Lasst euch retten aus dieser verdorbenen Generation! Die nun, die sein Wort annahmen, ließen sich taufen. An diesem Tag wurden (ihrer Gemeinschaft) etwa dreitausend Menschen hinzugefügt. Sie hielten an der Lehre der Apostel fest und an der Gemeinschaft, am Brechen des Brotes und an den Gebeten.“

Ein frohes, gesegnetes und berührendes Pfingsten 2020!